Helnwein ( country )
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Gottfried Helnwein :
Kurier
Kultur
Henriette Horny

Interview mit Gottfried Helnwein

Gottfried Helnwein und Manfred Deix gestalten 2007 für das Karikaturmuseum Krems eine Donald Duck-Ausstellung
Helnwein: "Donald besteht eigentlich nur aus einer schwarzen Linie, die ein Wesen darstellt, das gar nicht wie ein Mensch aussieht, - aber trotzdem gibt es kein Werk in der gesamten Kunstgeschichte, das menschliche Emotionen besser darstellen konnte, als dieser künstliche Erpel. H. C. Artmann sagte einmal, Donald sei der einzige Mensch, der uns heute noch etwas zu sagen habe". ... +

Wienbibliothek
"WANN ORDNEST DU DEINE BÜCHER?" - DIE BIBLIOTHEK H.C. ARTMANN
Stefan Winterstein
H. C. Artmanns Comic-Lektüren
Folgt man Marc Degens, ist er überhaupt »der erste deutschsprachige Autor, der sich in seinen Werken intertextuell auf die (amerikanische) Comicliteratur bezog«. Auch Klaus Reichert bezeichnet ihn in dieser Frage als »Pionier«. Ähneln seine Leseerfahrungen, nach denen hier gefragt werden soll, also dennoch - über den großen Altersunterschied hinweg - denen Gottfried Helnweins, wie der Künstler glaubt? Helnweins Verhältnis zu Donald Duck ist von ostentativer Glorifizierung geprägt - ja, bisweilen eignet ihm ein buchstäblich apotheotisches Moment: Im zitierten Interview etwa gerät die Figur wörtlich zum Heiland der österreichischen Nachkriegsgeneration. »Ich hätte lieber einen Gott, der wie Donald Duck aussieht, als einen, der wie Adolf Hitler aussieht«, heißt es seitens des Künstlers im Zusammenhang mit Spekulationen über die Mangelhaftigkeit der Schöpfung Mensch. In einem Interview mit der Zeitschrift Wiener im Februar 2006 wird zwar hinsichtlich dieser Auswahl ein Drittes nicht explizit ausgeschlossen, auf die Frage »Sind Sie sicher, dass Gott existiert?« heißt es aber: »Natürlich - die Existenz Donalds steht außer Zweifel«. In Helnweins Aufsatz Die Ente ist Mensch geworden schließlich wird Donald Duck als »Ankündigung und Ahnung einer neuen Zeit«, »Schöpfung im eigentlichen Sinn des Wortes«, »Creatio ex nihilo« und endlich als (offenbar willkommener) Bruch mit dem Menschenbild der griechischen Klassik apostrophiert. Helnwein stilisiert Donald zur Vision der fälligen Überwindung des Menschen, Walt Disney wird mit Nietzsche und Buddha verglichen. Gleich, wieviel von dieser Position in bezug auf die Ducks bloß Pose und Mittel der Irritation ist: Der Stellenwert, der Disneys bzw. insbesondere Carl Barks' Werk in Helnweins künstlerischer Arbeit eingeräumt wird, macht deutlich, daß hinter seinen Sätzen nicht etwa pure Ironie verborgen ist, die womöglich gerade auf eine Demontage der Popularität der Comic-Produktionen abzielte. ... +

Gottfried Helnwein :
Wienbibliothek
Sonderzahl Verlagsgesellschaft
Stefan Winterstein
H.C. Artmann Comic-Lektüren
Das »dreidimensional[e] und farbig[e]«, »neue[] magische[] Universum« von Entenhausen, in das Gottfried Helnwein in seiner Kindheit aus dem nachkriegsgrauen Wien eintrat und von dem er auch seine Künstlerkollegen verlockt sieht, zeigt sich also in Jelineks Essay gerade auf eine beklemmende Eindimensionalität reduziert. Bei H. C. Artmann nun sind Disneys Protagonisten weder Götter oder Übermenschen noch kritisch analysierte eindimensionale Menschen, sondern schlicht - Menschen. Artmanns in obigem Helnwein-Interview zitierter Formulierung von Donald Duck als dem einzigen Menschen ist, wie sich zeigen wird, ein entschieden anderer Charakter eigen als Helnweins Rede vom göttlichen Donald. Sie ist im Umkreis des Dichters offenbar zur gerne reproduzierten oder auch variierten Weisheit geworden: »Der einzige mensch, der es heutzutage noch versteht, ordentlich die welt zu besehen, ist Donald Duck«, heißt es in Artmanns literarischem Tagebuch "das suchen nach dem gestrigen tag" (1964). In einem Exemplar des von Gottfried Helnwein illustrierten Edgar-AllanPoe-Bands Unheimliche Geschichten, das sich in Artmanns Bibliothek findet, liest man Helnweins Widmung (die beiden kannten einander persönlich): »Die einzigen Menschen, die uns heute noch etwas zu sagen haben, sind Donald Duck und H. C. Artmann«. ... +

der Standard
Wien
Colette M. Schmidt
Zum ersten Todestag von Wolfgang Bauer
Graz - Heute vor einem Jahr verstarb der Dramatiker Wolfgang Bauer im Alter von 64 Jahren. Geschichten, Anekdoten und Legenden rankten sich zeit seines Lebens um "Magic Wolfi", wie ihn seine Freunde auch nannten.
Die Ausstellungsinstallation Memory XS (wissenschaftliche Leitung: Paul Pechmann) wird sich auch auf diese zahlreich kolportierten Geschichten stützen, die von Freunden und literarischen Weggefährten in eigens aufgezeichneten Interviews zum Besten gegeben werden. Unter ihnen: Klaus Maria Brandauer, Alfred Kolleritsch, Gerhard Roth, Olga Neuwirth, Gottfried Helnwein, Barbara Frischmuth, Gert Jonke, Ulrich Schulenburg, Kurt Palm sowie Sohn Jack Bauer und Witwe Heidi Bauer. ... +

Kurier
Wirtschaft
Markus Stingl
Markus Stingl spricht mit Gottfried Helnwein
"Wir leben in heute einem materialistischen, spätkapitalistischen Wertesystem in dem unser Leben mehr und mehr von Grosskonzernen, Finanzmärkten, Leitzinsen und Aktienkursen bestimmt wird. Viel Leute sammeln Kunst so wie Aktien-Broker: einziges Kriterium: die Auktions-Resultate. Viele wollen die Bilder gar nicht erst sehen." ... +

Neues Volksblatt
Kultur
Birgit Thek
Lentos-Chefin Rollig ist zuversichtlich - Bei der vor Kurzem zu Ende gegangenen Helnwein-Retrospektive konnte das Lentos 38.000 Besucher vermelden — eine Zahl, die im Vergleich zu einer Ausstellung des Künstlers in San Francisco (130.000 Gäste) weiteres Potenzial verheißt. Für 2006 ist Stella Rollig, die Direktorin des Lentos Museums gegenüber dem VOLKSBLATT zuversichtlich, mit ihrem Programm den Helnwein-Erfolg durchaus fortsetzen zu können, vor allem mit der internationalen Architekturausstellung mit allen Stars der Szene ... +

Kurier
Kultur
“Face it”, Gottfried Helnweins erste Museumsausstellung in Österreich seit mehr als 20 Jahren, verzeichnete grosses Interesse beim Publikum. Mehr als 38.000 Leute besuchten in den vergangenen drei Monaten das Linzer Lentos, und begutachteten die aktuellen Arbeiten des in Amerika und Irland lebenden “ Schockkünstlers”. “Face it” war damit die bisher meist besuchte Schau eines zeitgenössischen Künstlers im Lentos. ... +

Gottfried Helnwein : Lentos Museum of Modern Art, Linz
Lentos Museum of Modern Art Linz
March 10 - June 5 2006
Stella Rollig

Director

Museale Werkschau des üsterreichischen Künstlers.
Erste museale Werkschau des österreichischen Künstlers, der seit Mitte der 1980er Jahre zunächst in Deutschland gelebt hat und heute in Los Angeles und Irland ansässig ist. Die Ausstellung im grossen Saal des Museums zeigt Werke aus allen Schaffensperioden seit den frühen 1970er Jahren. Dabei steht das Thema des menschlichen Gesichts im Mittelpunkt, mit dem Helnwein sich in mehr als drei Jahrzehnten künstlerischer Arbeit auseinander gesetzt hat.In Österreich ist Helnwein nach wie vor als "Provokateur" und "Schockkünstler" im Bewusstsein. Der Name Helnwein stand damals für hyperrealistische Darstellungen verletzter und verunstalteter Menschen, oft Kinder, sowie für Bildzitate aus der Populärkultur.
Angesichts der substanziellen Weiterentwicklung seines Werks, verbunden mit neuen Bildfindungen und dem Einsatz neuer Medien (digitale Fotografie, Video) gilt es, dieses Oevre heute umfassend zu betrachten. Dies erscheint nicht zuletzt auch im Kontext eines Booms neuer figurativer Malerei und angesichts des weitgehend durchgesetzten Bezugs auf Medienbilder sowie auf Populärkultur in der jungen Malerei interessant. Mit einem aktualisierten Blick auf Helnweins Bildsujets und seine Produktionsweise ist ein Künstler zu entdecken, der sich in erster Linie moralischen, emanzipatorischen Motiven verpflichtet fühlt und dessen Platz innerhalb der sogenannten "politischen" Kunst in vollem Umfang erst anzuerkennen ist. ... +

Gottfried Helnwein : Selektion - Neunter November Nacht
Kunstmuseum Lentos Linz
Lentos Museum of Contemporary Art
Stella Rollig

Direktorin

„In memory of the children of Europe who have to die of cold and hunger this Xmas“, schreibt der nach London emigrierte österreichische Maler Oskar Kokoschka im Winter 1945 auf den Entwurf zu einem Plakat. Auf eigene Kosten lässt er 5000 Stück drucken und in U-Bahn-Stationen affichieren.
Im Spätherbst 1988 montiert der ins Rheinland emigrierte österreichische Maler Gottfried Helnwein entlang einer 100 Meter langen Wand zwischen Kölner Dom und Museum Ludwig eine Reihe von vier Meter hohen Fotodrucken mit Kindergesichtern. Er nennt die Arbeit „Selektion (Neunter November Nacht)“. Es ist ein Werk von monströser Aussage und schmerzhafter Wirkung. Sein Titel ruft den Jahrestag der sogenannten Reichskristallnacht in Erinnerung, durch ihn gibt Helnwein den Kinderporträts ihren beinahe überwältigend erschütternden Effekt.
Während wir mit Gottfried Helnwein seine Ausstellung für das Lentos Kunstmuseum vorbereiten, recherchiere ich gleichzeitig für ein anderes Projekt über Kokoschka. Die Geschichte der Londoner Plakate ist mir neu. Unbeabsichtigt und unerwartet blenden sich die beiden Künstler-Leben für einen kurzen, berührenden Moment ineinander. Mit beträchtlichem Einsatz an Gestaltungskraft, Kommunikationsfähigkeit, organisatorischer Erfahrung, Umsetzungsenergie und finanziellen Mitteln widmen sich beide Künstler aus gegebenem Anlass einem Appell: Zur Erinnerung! ... +

Gottfried Helnwein : Modern Sleep
Lentos Museum of Modern Art Linz
"Face It" Gottfried Helnwein - one man show
Thomas Edlinger

Essay

Helnwein verbirgt eine mögliche seelische Aufgewühltheit oder Traumatisierung seiner Bildmodelle, die beispielsweise durch die schwarzen, faschistoid und fetischisiert zugleich wirkenden Uniformteile nahe gelegt werden könnte, hinter dem gesetzten Ausdruck seiner Kindergesichter. Wie Laokoon schreien diese wie aus Wachs gemeisselten, "schönen“ Kinder nicht mehr. Sie ertragen etwas, das nicht benannt wird und doch sichtbar wird. Sie kommunizieren in ihrer Intimität eine unauslotbare Abgründigkeit. Die Irritation des Betrachters entsteht daraus, diesem Geheimnis nicht auf die Spur kommen zu können. Die Wunde soll wach gehalten werden, und keiner soll sie heilen dürfen. ... +

Gottfried Helnwein : Amadeus, Gottfried, Renate Helnwein and Calvin
Woman
Österreichs grösstes Frauen- und Lifestyle-Magazin
Renate Helnwein - Sie ist seit 29 Jahren die Ehefrau des Malergenies - WOMAN gab sie eines ihrer seltenen Interviews.
Woman: Wie wichtig ist das Land in dem man lebt? - Renate Helnwein: Wichtig für den Seelenfrieden. Mein Land ist Irland. Ich liebe das Land und die Menschen. Es ist das erste Mal, dass ich einen Ort als Heimat empfinde. ... +

Gottfried Helnwein : Helnwein in his studio
ORF, 3 SAT
Austria, Germany, Switzerland
Claudia Teissig
APOCALYPSE NOW-(ADAYS) ein Film über Gottfried Helnwein
Gottfried Helnwein - ein künstlerischer Anarchist aus Prinzip. Seine Bilder erzählen von apokalyptischen Visionen. Schon seit Beginn seiner Karriere ist Helnwein umstritten. Claudia Teissig porträtiert den genialen Blickfänger. ... +

Gottfried Helnwein :
Buchhandlung Walther König
Katalog. Linz 2006. Beitr. von Stella Rollig, Thomas Edlinger u.a. 4to. 224 S. mit 203 meist farb., teils ganz- bzw. doppelseit. Abb., Chronologie, Ppbd. - Text in dt. & engl. Sprache.
Bestell-Nr: lgrde-1366901 | EUR 39.90 ... +

SoHo
SoHo - die sozialdemokratische Homosexuellenorganisation
Pressemeldung
Die SoHo'lerInnen treffen sich wieder, diesmal geht es ins Kunstmuseum Lentos zur Austellung Gottfried Helnwein: Face It. ... +

Das Kinderschutzzentrum Linz
Österreichischen Aktionstages der Kinderschutzzentren
„Helnweins gemalte Mädchen ziehen sich in innere Festungen zurück. Ihr Weg des Überlebens ist, sich in ihren Verbänden zu verkriechen, zu reduzieren,und dort auf ein Wunder zu warten, das ihre Psyche rettet und sie von der Last des Schreckens erlöst, der an ihren unschuldigen Körpern und Seelen verübt wurde.“ ... +

Die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HBLA)
Landwiedstraße, Wien
Mag. Ina Seidl
Face it: Einige Klassen besuchten im Gegenstand Bildnerische Erziehung die Ausstellung Gottfried Helnwein im Linzer Lentos. Die Arbeiten Helnweins sind derzeit Publikumsmagnet - in der Auseinandersetzung mit den Arbeiten vor den Originalen fanden sehr fruchtbare Diskussionen mit den Schülerinnen zu den von Helnwein bearbeiteten Themen und Fragen zum Bereich Kunst an sich statt. ... +

Neues Volksblatt
Kultur
Der 250.000 Besucher, besser gesagt die Besucherin, konnte 34 Monate nach der Eröffnung im Linzer Kunstmuseum Lentos begrüßtwerden: Regina Schweighofer aus Linz (m.) wurde auf dem Weg in die laufende Gottfried-Helnwein-Schau von Kulturreferent Vbgm. Erich Watzl und Lentos-Direktorin Stella Rollig mit einer Museums-Jahreskarte und einem Helnwein-Katalog beglückwünscht. ... +

Gottfried Helnwein :
Wiener Zeitung
Julia Urbanek
Lentos-Direktorin Stella Rollig im "WZ"-Gespräch.
Direktorin Stella Rollig, gebürtige Wienerin, fährt hier seit 2004 alles andere als einen Kuschelkurs und geht unbeirrbar ihren zeitgenössischen Weg. Würde Rollig in einem Wiener Museum genau so wenig anbiedernd agieren? "Meine Art von Programm würde ich überall versuchen", sagt sie bestimmt. Ihr Weg wurde in Linz nicht immer goutiert: "Die ersten Ausstellungen wurden als recht radikal empfunden." Mittlerweile sei es aber gelungen "das Lentos international auf die Kunstlandkarte" zu setzen. Aber "unbedingt wichtig" ist für Rollig das Publikum vor Ort. Das wird zurzeit durch die Sonderausstellung "Gottfried Helnwein – Face it!" angelockt. ... +

Gottfried Helnwein : Untitled (Payton 2)
ORF
Retrospektive und Themenschau zugleich: "Face It" im Linzer Kunstmuseum Lentos.
"Provokateur", "Schockkünstler": Sein "altes" Image hat Gottfried Helnwein in Österreich nicht richtig ablegen können, seit er das Land vor 20 Jahren verlassen hat. Nun widmet das Linzer Kunstmuseum Lentos dem Kunststar, der in Los Angeles und Irland lebt, eine umfassende Werkschau - und bietet damit die Gelegenheit, einen neuen Blick auf Helnwein zu werfen. ... +

Gottfried Helnwein : Face it
Neues Volksblatt
Kultur
- 3930 Besucher konnte das Lentos in der ersten Woche seiner Retrospektive mit Werken des Wiener Künstlers Gottfried Helnwein bereits verzeichnen. Nach tausend Gästen bei der Vernissage strömten allein am Sonntag 1200 Kunstinteressierte in das Linzer Museum. „Face It“, so der Titel der Schau mit 40 Werken seit den 70er-Jahren, ist noch bis 5. Juni zu sehen. Sie könnte sich als der „Renner“ entpuppen ... +



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