internationale Presse
11. Juli 2017
ORF
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Albertina zeigt ihre „New Acquisitions“
Von Helnwein bis Warhol
Die Albertina gilt als Besuchermagnet: Zwölf Millionen Eintritte zählt die mittlerweile 18-jährige Ära des Direktors Klaus Albrecht Schröder. Jetzt zeigt das Museum mit „Look! New Acquisitions“ Erwerbungen und Schenkungen aus dieser Zeit.
Gottfried Helnwein Pink Mouse 2, 2008

Auf zwei Stockwerken versammelt die Schau die Werke von 55 namhaften Künstlern. „Wir könnten zehn weitere Ausstellungen machen, in der gleichen Qualität“, betonte Schröder am Mittwoch bei der Presseführung.

Mehr als 10.000 Werke zeitgenössischer Kunst hat die Albertina seit ihrer Wiedereröffnung unter Schröder erworben oder als Schenkung angenommen, Ankäufe, die natürlich nur „durch gewaltige Spenden“ möglich waren, wie Schröder betonte. 350 Arbeiten hat man ausgewählt und dafür auf 2.500 Quadratmetern Platz gemacht.

Von Helnwein bis Warhol

Die Auswahl sei einer gewissen „Willkür“ unterworfen, einer „Momentaufnahme“, so Schröder, die nicht zuletzt zeigen soll, „dass man die Kunstgeschichte nicht mehr an einem Strang erzählen kann“.

Die Ankäufe des Museums - wie die aktuelle Schau zeigt - sind in großer Mehrzahl Papierarbeiten. Unter den hinzu gekommenen Gemälden befinden sich vor allem Schenkungen direkt von Künstlern. So finden sich darunter etwa Werke von Alex Katz, Gottfried Helnwein, Max Weiler oder Georg Baselitz. Auch das klare Commitment zu einer Repräsentation österreichischer Kunst mit Positionen wie Markus Schinwald, Hubert Schmalix, Anna Jermolaewa, Eva Schlegel, Helga Philipp oder Herbert Brandl ist sichtbar.

Auch US-Schwergewichte wie Eric Fishl, Donald Judd, Sol LeWitt, Richard Serra, Andy Warhol oder Roy Liechtenstein und viele mehr - von William Kentridge bis Burhan Dogancay, von Markus Lüpertz bis Csaba Nemes, von Marlene Dumas bis Sevda Chkoutova, sind unter den Künstlern.

Erstmals werden zwei Stockwerke bespielt

Die Albertina wählt ihre Künstler genau aus - lehnt daher auch viele Schenkungsangebote ab - und bleibt ihnen lange treu. Bei Erwerbungen punkte man weniger mit finanzieller Potenz als mit dem Versprechen, „einer sehr sorgsamen Pflege“ sowie der hohen Wahrscheinlichkeit „als Sammlung zu bestehen und die Werke damit in die Zukunft zu tragen“, so Kuratorin Antonia Hoerschelmann.

„Look! New Acquisitions“

Aber auch Schenkungen „fliegen einem nicht zu“, ließ Schröder keinen Zweifel daran, dass hinter den Akquisitionen „eine strategische Erwerbungspolitik“ und viel harte Arbeit stecken.

Harte Arbeit hinter den Kulissen, die mit dieser Ausstellung nun auch in der Öffentlichkeit große Früchte trägt: Erstmals bespielt die Albertina gleich zwei Stockwerke mit einer Schau - und widmet ihr auch noch den publikumswirksamen Sommer. „Nicht nur für Touristen, auch für Wiener ein Pflichttermin“, urteilt die APA.

Die Ausstellung „Look! New Acquisitions“ von 6. Juli bis 8. Oktober in der Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien.





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