17. November 2003
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Los Angeles: Helnwein-Ausstellung im Wiesenthal Center gedenkt der Holocaust-Opfer
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Montag, 17. November 2003
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Los Angeles: Helnwein-Ausstellung im Wiesenthal Center gedenkt der Holocaust-Opfer

Der österreichische Fotorealist Gottfried Helnwein (55) präsentierte am 9.11. anlässlich des 65. Jahrestages der von den Nazis als „Reichskristallnacht“ bezeichneten Novemberpogrome im „Simon Wiesenthal Center Museum of Tolerance“ in Los Angeles eine Ausstellung. Präsentiert wurde auch Helnweins neues Buch „Ninth November Night“. Ein Dokumentarfilm zeigte die langjährige Auseinandersetzung des Malers mit dem Thema Faschismus.
In sozialer Hinsicht betrachtet es Helnwein als seine Aufgabe, „etwas zu finden, das einen Unterschied macht und die Gesellschaft aufwühlt“. Österreich habe sich nach Meinung des Künstlers erst durch die „Causa Waldheim“ mit der Schuldfrage befasst und die Vergangenheit neu beleuchtet. Kinder wären nach seiner Ansicht die eigentlichen Opfer von Ungerechtigkeit und Gewalt – deswegen male er oft Kinder. Die erste Ausstellung zum Thema Holocaust hatte Helnwein 1988 in Köln.
Damals erinnerte er in einer hundert Meter langen Installation zwischen dem Kölner Dom und dem Museum Ludwig mit überdimensionalen Bildern von Kindern an die Novemberpogrome. Im Anschluss an die Präsentation in Los Angeles wurden Kerzen zum Gedenken vor dem Mahnmal des Wiesenthal Centers angezündet. Weitere geplante Stationen der Helnwein-Ausstellung sind New York und Israel.




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