19. Dezember 2008
Berner Zeitung BZ
Schweiz
Marco Zysset
SECHS FRAGEN AN GOTTFRIED HELNWEIN
Marco Zysset spricht mit Gottfried Helnwein
Einst wurde Ihre Kunst als „entartet“ gebrandmarkt, heute installieren Sie in einer ganzen Stadt. Zeichen der Zeit? Helnwein: "Meine Arbeiten haben immer polarisiert. Von meiner ersten Ausstellung an, wo man mir Stickers mit den Worten: "Entartete Kunst" auf die Bilder geklebt hat, bis zur Beschlagnahmung meiner Arbeiten und Ausstellungsverboten, habe ich alles erlebt, Ich habe immer mit Gegenwind gearbeitet. Im Rückblick muss ich aber sagen, dass die überwiegende Mehrheit der Reaktionen positiv und ermutigend waren. Meine Ausstellung "The Child" im San Francisco Fine Arts Museum im Jahr 2004 wurde von 130 000 Menschen gesehen, das war Museumsrekord. Der "San Francisco Chronicle" bezeichnete diese Ausstellung als die wichtigste eines zeitgenössischen Künstlers in diesem Jahr. Leute, die mich in dem Museum erkannten sind spontan auf mich zugekommen, haben mich umarmt und sich bei mir bedankt. Manche hatten Tränen in den Augen und eine Frau sagte zu mir: Sie wissen wahrscheinlich gar nicht wie wichtig es ist dass Sie diese Arbeiten gerade hier und jetzt zeigen"
Truce Magazine
2008




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