Helnwein ( texte )
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Gottfried Helnwein : Ali
sf-station
San Francisco
Nirmala Nataraj
Beyond his treatment of common children's motifs - dolls, toys and ambivalent nymphets- Austrian painter Gottfried Helnwein's vision is shrouded in an aura of enigmatic darkness. With his giant color portraits of stillborn babies; paintings that juxtapose Nazi-era photographs with his own images; and pictures of deformed, abjectly countenanced children swathed in bandages, Helnwein is preoccupied with the indelible suffering that mirrors the more delicate aspects of youth. His work is hauntingly gorgeous and suffused with pathos, precisely because viewers are immediately aware of the larger threat that looms within the pieces: the rupture of innocence. ... +

Gottfried Helnwein : Roter Mund ( Detail )
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Institut: Kunstgeschichte
Klaus Honnef

Curator for Photography and New Media at Rheinisches Landesmuseum, Bonn

Klaus Honnef
Es gibt gewichtige Gründe, um Helnwein als den legitimen Erben Beuys und Warhols zu bezeichnen. Einerseits folgt er in seinen Werken rituellen Mustern, andererseits spielt er mit einer Reihe von künstlerischen Variationen. Er untergräbt die Magie der Bilderwelt, indem er einen Störfaktor einbaut, durch den ein Schock im Verhältnis zwischen dem Kunstwerk und dem Betrachter entsteht. Helnwein vermischt Altes mit Neuem, und sein Stil spiegelt den Beginn der Moderne, aber auch die Welt des Cyberspace wieder. Einen großen Einfluss hat das Wien der sechziger Jahre auf ihn. Auch wird er von der Welt des Comics inspiriert. Helnwein besuchte die 'Höhere Graphische Bundeslehr- und Versuchsanstalt'. Um gegen die tägliche Routine des Klassenzimmers zu protestieren, schnitt er sich mit einer Rasierklinge die Hände auf. Durch diesem Vorfall wurde ihm bewußt, wie hilflos die Gesellschaft auf körperliche Ungerechtigkeit und auf Verletzungen reagiert. Nach dem Abschluss an der 'Graphischen' besuchte er die Wiener Akademie der Künste. Zu dieser Zeit tauchte auch zum ersten mal eines seiner Leitmotive auf: Kinder. Durch das Malen von verletzten Kindern verursachte Helnwein eine Art Schock, und brachte somit den 'Horror' zurück in die Kunst. Damit zeigte er offen den Zynismus einer Gesellschaft, die nicht mehr die Dinge so sieht, wie sie sind, dessen Sichtweise aber durch 'Bilder über Dinge' geprägt ist. ... +

Gottfried Helnwein : Ali
Yaso magazine, Japan
Yuichi Konno talks with Gottfried Helnwein
Yuichi Konno

Editor in chief

“Children and lunatics cut the gordian knot which the poet spends his life patiently trying to untie.” Jean Cocteau
Helnwein:
"I think art always reflects the society and the time the artist lives in; it always tells you something about the condition of the culture.
This is the age of materialism and profit, accompanied by its favorite all-eating pet – the entertainment industry. Therefore in order not to sink into oblivion, in a desperate struggle to be heard and seen, many artists and curators try to compete with this multi-media-entertainment-Godzilla, trying to be just as loud and cheap and stupid. That’s why 70% to 80% of all the contemporary art in our museums is crap.
It’s true though that each time has its own aesthetic values and if you want to reach the people of today you have to develop an artistic language that they can understand. And that’s what I try to do – my audience is the great love-affair of my life. I am obsessed with my public, and all I want to do with my art is touch them and move them and to hold them tight – and sometimes I want to kick their ass. That is all I care about.
But I also listen to them and take them and their responses serious, because they and other artists are the only ones that ever taught me anything." ... +

Gottfried Helnwein : American Prayer
McGill-Queen's University Press
IMAGE & IMAGINATION, Le Mois de la Photo à Montréal 2005
Petra Halkes
A Fable in Pixels and Paint
Ever since I clicked on it, Gottfried Helnwein’s "American Prayer" (2000) has taken up residency in my mind.
I began to discover a semiotic richness in this painting worthy of what W.J.T. Mitchell has called a "metapicture" - a "picture that [is] used to show what a picture is". Mitchell situates the concept of metapicture in "'iconology', the study of the general field of images and their relation to discourse," thereby cutting across Greenbergian self-reflexivity into an expanded context that includes popular culture as well as contemporary art. In this wider cultural field, a metapicture does more than reflect on the nature of the picture itself and calls into question "the self-understanding of the observer". I will argue that "American Prayer" derives its theoretical relevance partly from its concealed hybridity, from the interplay between technological media and painting. In this work, the substitution of one medium by another reinforces the meaning that can be created from the iconographic substitution of the child by Pinocchio, and the replacement of the deity by Donald. In the end, Donald’s sideways glance at us indicates that this picture is really about us, the observers; it questions our own place in a cultural web of illusionism spun from the abiding human desire to overcome death. ... +

McGill-Queen's University Press
IMAGE & IMAGINATION, Le Mois de la Photo à Montréal 2005
Petra Halkes
A Fable in Pixels and Paint
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Gottfried Helnwein : Sonntagskind  (Sunday Child)
30. Deutschen Evangelischen Kirchentag
Predigt der Landesbischöfin im Eröffnungsgottesdienst
Dr. Margot Käßmann

Landesbischöfin

Eins zeigt ein Mädchen mit frechem Gesicht und Blindenband um den Arm, das die Zunge herausstreckt. Erst habe ich gelächelt. Wer den Blick länger verharren lässt, sieht, dass dem Mädchen Blut zwischen den Beinen herunterläuft. Es wurde ganz offensichtlich missbraucht, ihm wurde Gewalt angetan.... Ja, Kinder sind verletzbar. Kindheit kann grausam sein, wenn Kinder ausgeliefert sind. Ich denke an sexuellen Missbrauch, eine unglaublich Form von Folter an Menschen, die lebenslang an dem Trauma leiden werden. Ich denke an Kindersoldaten in Togo, im Kongo, im Sudan. Zerstörte Leben, brutal geopfert für idiotische Machtkämpfe, in denen Zerstörung das oberste Gebot ist, in denen es keine Ziele mehr gibt. Ich denke an Kinder in Indien, die schuften schon mit fünf Jahren um ein paar Münzen zu verdienen, damit ihre Familie überleben kann. Ich denke an die 12-jährigen Judith Wischnajatskaja, die im Juli 1942 in ihrem letzten Brief schrieb: “Lieber Vater! Vor dem Tod nehme ich Abschied von Dir. Wir möchten so gerne leben, doch man lässt uns nicht, wir werden umkommen. Ich habe solche Angst vor diesem Tod, denn die kleinen Kinder werden lebendig in die Grube geworfen.“ ... +

Gottfried Helnwein : Untitled
Instituto de cultura Superior A,C.
Secretaria de Educación Publica
Michelle Dana Missrie

Mexico

Toda la obra de Helnwein presenta originalidad. Esta es una de las características que hacen que lo podamos definir como verdadero artista; no sólo porque se ha podido apoderar de la técnica a tal punto que pareciera que le pertenece, sino porque además se ha propuesto descubrir y experimentar con distintos soportes y técnicas nuevas. En cada pieza podemos ver la reflexión que plantea sobre lo humano visto por medio del dolor y el sufrimiento; intentando hablar por medio de lo visual lo que los escritores y filósofos plantearon sobre lo utópica que es la sociedad; desmitifica los valores religiosos y cuestiona la moral. ... +

Wienbibliothek
"WANN ORDNEST DU DEINE BÜCHER?" - DIE BIBLIOTHEK H.C. ARTMANN
Stefan Winterstein
H. C. Artmanns Comic-Lektüren
Folgt man Marc Degens, ist er überhaupt »der erste deutschsprachige Autor, der sich in seinen Werken intertextuell auf die (amerikanische) Comicliteratur bezog«. Auch Klaus Reichert bezeichnet ihn in dieser Frage als »Pionier«. Ähneln seine Leseerfahrungen, nach denen hier gefragt werden soll, also dennoch - über den großen Altersunterschied hinweg - denen Gottfried Helnweins, wie der Künstler glaubt? Helnweins Verhältnis zu Donald Duck ist von ostentativer Glorifizierung geprägt - ja, bisweilen eignet ihm ein buchstäblich apotheotisches Moment: Im zitierten Interview etwa gerät die Figur wörtlich zum Heiland der österreichischen Nachkriegsgeneration. »Ich hätte lieber einen Gott, der wie Donald Duck aussieht, als einen, der wie Adolf Hitler aussieht«, heißt es seitens des Künstlers im Zusammenhang mit Spekulationen über die Mangelhaftigkeit der Schöpfung Mensch. In einem Interview mit der Zeitschrift Wiener im Februar 2006 wird zwar hinsichtlich dieser Auswahl ein Drittes nicht explizit ausgeschlossen, auf die Frage »Sind Sie sicher, dass Gott existiert?« heißt es aber: »Natürlich - die Existenz Donalds steht außer Zweifel«. In Helnweins Aufsatz Die Ente ist Mensch geworden schließlich wird Donald Duck als »Ankündigung und Ahnung einer neuen Zeit«, »Schöpfung im eigentlichen Sinn des Wortes«, »Creatio ex nihilo« und endlich als (offenbar willkommener) Bruch mit dem Menschenbild der griechischen Klassik apostrophiert. Helnwein stilisiert Donald zur Vision der fälligen Überwindung des Menschen, Walt Disney wird mit Nietzsche und Buddha verglichen. Gleich, wieviel von dieser Position in bezug auf die Ducks bloß Pose und Mittel der Irritation ist: Der Stellenwert, der Disneys bzw. insbesondere Carl Barks' Werk in Helnweins künstlerischer Arbeit eingeräumt wird, macht deutlich, daß hinter seinen Sätzen nicht etwa pure Ironie verborgen ist, die womöglich gerade auf eine Demontage der Popularität der Comic-Produktionen abzielte. ... +

Gottfried Helnwein :
Wienbibliothek
Sonderzahl Verlagsgesellschaft
Stefan Winterstein
H.C. Artmann Comic-Lektüren
Das »dreidimensional[e] und farbig[e]«, »neue[] magische[] Universum« von Entenhausen, in das Gottfried Helnwein in seiner Kindheit aus dem nachkriegsgrauen Wien eintrat und von dem er auch seine Künstlerkollegen verlockt sieht, zeigt sich also in Jelineks Essay gerade auf eine beklemmende Eindimensionalität reduziert. Bei H. C. Artmann nun sind Disneys Protagonisten weder Götter oder Übermenschen noch kritisch analysierte eindimensionale Menschen, sondern schlicht - Menschen. Artmanns in obigem Helnwein-Interview zitierter Formulierung von Donald Duck als dem einzigen Menschen ist, wie sich zeigen wird, ein entschieden anderer Charakter eigen als Helnweins Rede vom göttlichen Donald. Sie ist im Umkreis des Dichters offenbar zur gerne reproduzierten oder auch variierten Weisheit geworden: »Der einzige mensch, der es heutzutage noch versteht, ordentlich die welt zu besehen, ist Donald Duck«, heißt es in Artmanns literarischem Tagebuch "das suchen nach dem gestrigen tag" (1964). In einem Exemplar des von Gottfried Helnwein illustrierten Edgar-AllanPoe-Bands Unheimliche Geschichten, das sich in Artmanns Bibliothek findet, liest man Helnweins Widmung (die beiden kannten einander persönlich): »Die einzigen Menschen, die uns heute noch etwas zu sagen haben, sind Donald Duck und H. C. Artmann«. ... +

Gottfried Helnwein : Black Mirror V
Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster (Westf.)
Philosophischen Fakultät
Andreas F. Beitin

Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades

Kunst- und Kulturgeschichte eines Schlüsselmotivs in der deutschen Malerei und Grafik des 20.Jahrhunderts
Der Schrei im Selbstbildnis als Gesellschaftskritik -
Wohl kein autoporträtatives Schaffen ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts derart mit einer expressiven Gesellschaftskritik, mit einer Anklage verbunden, wie das von Gottfried Helnwein. Der Künstler macht sich um einer schonungslosen Aussage willen zum schreienden, zum stellvertretend leidenden Objekt seiner Bilder: „Ich will mit meinen Bildern und Aktionen die Menschen aus ihrer Eingefrorenheit lösen, wenn auch nur eine Sekunde lang, will sie verunsichern und zu spontanen Reaktionen hinreißen. Verunsichern, aber nicht destruktiv. Die logische Denkfähigkeit soll zugunsten totaler Selbstöffnung kurz trocken gelegt werden“, stellte der österreichische Maler, Grafiker und Aktionskünstler Gottfried Helnwein zur Intention seines Werkes fest. ... +

Rudolfinum Gallery, Prague
Catalogue
Petr Nedoma
Gottfried Helnwein - one man show
Let us take one of Helnwein's key images, "Epiphany 1 (Adoration of the Magi)", 1996 (mixed media on canvas, 210 x 333 cm). The figures of the officers in Nazi uniforms observing their leader are genuinely taken from an old photograph. Adolf Hitler is replaced by a seated figure of a young, distinctly Aryan blonde woman in a white dress, holding up with both hands upon her knee a standing, naked, strangely dark haired male infant, who in his face bears certain similarities to his predecessor in the original photograph. The figure of the Madonna, displaying her son to be honoured by the kneeling shepherds, is almost a literal paraphrasing of the painting entitled La Madonna del Rosario, finished by Michelangelo Merisi da Caravaggio in 1607. ... +

Gottfried Helnwein : Sleep 5
Fenton Gallery, Cork
Dublin Art Fair 2008
Medb Ruane
Gottfried Helnwein's classic yet unnerving images transform sentimental representations of childhood into portraits of individual subjects frozen at the moment of suffering. His photo-paintings pirouette on the fine line between chocolate box pictures/excessive sentimentality and the cost to children of being treated as commodities, of suffering emotional or physical pain at a grown-up's hands.
High pictorial and technical values create compositions that recall contemporary cinema and seventeenth-century painting, expanding the treatment of time into epic. This apparent grandiosity plays against the immediacy of each suffering subject, underlining the different experience of time in childhood. Small hurts can devastate when you're a child. Big hurts stay with you for years, as survivors of Hitler's Anschluss testify.
Now, in the age of virtual use and abuse of children, Helnwein's insistence on valuing the humanity and charm of the littlest, the least powerful, offers a counterpoint to claims that suffering counts most when you're grown-up. It opens his practice into a series of pictorial mise-en-scènes, as did Rembrandt's tableaux in The Blinding of Samson (1636) or The Night Watch (1642). ... +

Gottfried Helnwein : Das Paradies und die Peri
8. Schumann-Festival 2004
Düsseldorf
Robert Schumann
Ein Inszeniertes Oratorium
Inszenierung, Choreografie: Gregor Seyffert
Bühne, Video, Licht, Kostüme und Maske: und Gottfried Helnwein
Dichtung aus "Lalla Rookh" von Thomas Moore
für Solostimmen, Chor und Orchester ... +

Gottfried Helnwein :
John Ennis
Head of School of Humanities at Waterford Institute of Technology
Waterford

Ireland

Installation in the City of Waterford by Gottfried Helnwein
“All a poet can do today is warn”, World War 1 soldier poet, Wilfred Owen, wrote in a draft Preface for a book of anti-war poems he would never see published. He was killed on the eve of Armistice Day 1918. World War One, The Great War, The War to End All Wars . . . within twenty summers, Europe was engulfed again in the even greater catastrophies of the fascist era. The work of Gottfried Helnwein has its genesis in these years. They obsess him as a creative artist. As a kind of guardian angel, he grapples with them on our behalf. That such a nightmare would never visit us again. Or our children. Or our children’s children. Or “. . .all those still to come”. ... +

Gottfried Helnwein : Sleep 6
iDNES.cz
MF DNES
Martina Buláková
Angels Sleeping – Spící andělé – je název výstavy rakouského malíře Gottfrieda Helnweina. Od 11. června do 31. srpna ji můžete vidět v pražské Galerii Rudolfinum.
Nereflektovaná minulost, jež nepřetržitě prorůstá do současnosti a způsobuje úzkost, je Helnweinovým hlavním tématem. Expozice jeho hyperrealistické, za fotografii lehko zaměnitelné malby i fotografií pokračuje v dramaturgické psychologizující linii výstav Galerie Rudolfinum. Gottfried HelnweinHelnweinova tvorba má i silný politický přesah. Malíř se počátkem 70. let zařadil mezi vídeňské akcionisty, kteří kritizovali rakouskou kolektivní amnézii ve vztahu k fašistické minulosti země. Hnutí nezávislých politicky angažovaných umělců se snažila státní moc potlačit, revoltující akcionisty třeba na čas uvěznila či v krajním případě vyhnala do exilu. Při performancích akcionistů tenkrát třeba tekla krev a po zemi se válely vnitřnosti. Dnes je vídeňský akcionismus nejznámějším ryze rakouským avantgardním uměleckým směrem. ... +

Gottfried Helnwein : "The Disasters of War", In Memory of Francisco de Goya
Textos Críticos
textos sobre artes visuales fotografía-plástica-cine-video
textoscriticos.blogspot.com
El nuevo arte del dolor, con esta pretensión provoca una serie de experiencias catárticas que permiten hacer una traducción personal de lo que quiere decir, porque a partir de esta provoca en el espectador una sensación que muchas veces es identificada por cualquier hombre que contemple sus obras.
Una simple manifestación artística que permite hacer de una sola imagen algo que sea comprendido por la mayoría. El llanto de un niño es un símbolo universal en el que su comprensión no necesita de idiomas, ni idiosincrasias, es por eso que el arte de Helnwein legitima esta experiencia, porque de entrada el centrarse en el ser humano mantiene una sola lectura; la del ser humano; cualquier dolor y sensación es conocida sin tenerla que haberla vivido. La obra de este artista mantiene siempre la intención de provocar miedos, deseos, dolor y felicidad con la intención de nunca revelar respuestas, sino que siempre formulará preguntas que hagan al ser humano detenerse y observar para entender: ¿Cómo hemos llegado a esto? ¿Por qué lo seguimos permitiendo? ... +

Gottfried Helnwein : Self-Portrait
www.lerntippsammlung.de
Fach des Referats: Kunst
Cindy Sherman - 2.Version
Cindy Sherman und Gottfried Helnwein Selbstbildnisse können zweifelsohne in die Porträtform „ästhetisches Selbstbildniss mit politischer Aussage“ kategoriert werden.
Betrachtet man ihre Werke jedoch im Vergleich, z.B. Hinsichtlich der gestalterischen Mittel oder der Art der Inszenierung, so lassen sich, neben einigen weiteren Gemeinsamkeiten, viele Unterschiede der beiden Künstler feststellen ... +

Galeries nationals du Grand Palais, Paris
Holly Crawford
Aux sources de l’art des studios Disney
La manière la plus dialectique pour recycler, détourner, admirer et critiquer tout à la fois, demeure le médium photographique. Gottfried Helnwein propose des images inconvenantes, qui renvoient la pérennité des objets dérivés de Disney à des statuts diversement fétichistes: images saintes que l'on prie ou statuettes lubriques qui promettent des extases ambiguës. ... +

Gottfried Helnwein :
21c Museum
Louisville, Kentucky

April 10 – September 30, 2006

Group show
21c Museum is North America's first museum dedicated solely to collecting and exhibiting contemporary art of the 21st century and will host a series of guest curators. The 21c collection features both emerging artists and acclaimed international artists, such as video artists Bill Viola and Tony Oursler, photographers, Andres Serrano, Sam Taylor Wood, and David Leventhal, sculptors Yinka Shonibare and Judy Fox, and multimedia artists Chuck Close, Gottfried Helnwein, Red Grooms and Kara Walker. ... +

Lentos Museum of Contemporary Art Linz
"FACE IT", Gottfried Helnwein
Nava Semel

Israel

Essay zur Ausstellung "FACE IT", Gottfried Helnwein
Das Mädchen krachte durch mein Browser-Fenster und der Text, an dem ich gerade arbeitete, begann auf meinem Monitor zu zittern. Dieses Bild hatte einen Cybersprung zu mir geschafft:
Von einer Londoner Galerie bis nach Israel.
Zwei Jahre lang war ich in die Arbeit an meinem Buch "Und die Ratte lacht" vertieft gewesen, dessen Kern die Erinnerung an den Holocaust und ihre Überlieferung durch die Generationen bis 2099 ist. Meine Protagonistin war ein kleines Mädchen, das in diesen dunklen Zeiten in einer Kartoffelgrube versteckt wurde, schwere Misshandlungen erlitt und überlebte. Und jetzt erschien dieses Mädchen plötzlich vor mir. Eine klare Vision, die auf mysteriöse Art und Weise meine eigenen, kleinen Worte ergänzte. Das verschlossene, reine Gesicht - betend oder verzweifelnd - und ein Hauch einer Träne, kaum sichtbar, im Winkel ihres Auges. Dieses Mädchen mit geschlossenen Augen, dessen Erinnerungen in den Gräben ihres Gehirns geistern, platzte auf unerklärliche Weise in mein Leben. Und heftiges Mausklicken brachte mich schließlich zum Namen jenes Mannes, der mein Grubenmädchen gemalt hatte – Gottfried Helnwein. ... +



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